Leider gehört dieser romantische Anblick des Mühlbaches seit
Abbruch der Hammerschmiede auch der Vergangenheit an.


Je mehr nun die Planung über den Ausbau der Ortsdurchfahrt fortschritt, desto mehr Hindernisse ergaben sich: Nun mußte gar noch das Kriegerdenkmal, das Leichenhaus und ein Teil des Kirchfriedhofes in Anspruch genommen werden. Die bange Frage, wie die Bevölkerung aus Pietätsgründen hierauf reagieren würde, klärte eine auf den 19. Dezember 1961 in den Festsaal einberufene Bürgerversammlung. Der Auflassung des Kirchfriedhofes (in dem die letzte Beerdigung im Oktober 1953 stattfand) und dessen Umwandlung in eine Grünanlage stimmte die Bürgerschaft einstimmig zu. Nun war auch hier der Weg frei für die Vorbereitungsarbeiten. Die Gemeinde mußte wiederum tief in ihr Säckel greifen, weil sie im neuen Waldfriedhof in der Laufenau ein neues Leichenhaus bauen mußte, weil das alte Leichenhaus doch abgerissen werden sollte. Im April 1962 war es dann soweit. Die Friedhofmauer wurde mit Baggern eingerissen. Die Grabsteine -soweit sie nicht von den Angehörigen selbst entfernt wurden- mit dem Bagger auf Lastwagen geladen und auf die Halde bei Zitzelsperger (Steiner Straße 10) gekippt. Das nachfolgenden Foto zeigt den Zustand vor der Auflassung.


Die Aufnahme zeigt im Vordergrund den Friedhof und die den
Friedhof umgebende Mauer. Seit 01.11.1953 fanden hier keine
Bestattungen mehr statt.


Im Vordergrund rechts ist das Kriegerdenkmal und dahinter das Leichenhaus zu sehen. Der Friedhof wurde mit Zustimmung der am 16.12.1961 stattgefundenen Bürgerversammlung aufgelassen und abgetragen.